Das kennt doch jeder: plötzlich fängt es an zu jucken und wenn man dann kratzen möchte bemerkt man, dass sich die Haut rau und uneben anfühlt. Man schaut in den Spiegel und sieht eine rote, gereizte Stelle. Obwohl sie unglaublich nervig sein können, sind rote, juckende, unebene Ausschläge sehr häufig. Aber was führt dazu, dass sich Ihre Haut derartig verändert?

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Es gibt hunderte Gründe, warum Ihre Haut gereizt reagieren könnte. Glücklicherweise handelt es sich dabei nur selten um gesundheitlich schwerwiegende Umstände, welche dann jedoch von einem Arzt beurteilt werden sollten. Im Folgenden sind die häufigsten Verursacher irritierter Haut aufgeführt:

Acnemanchmal auch Pickel genannt, tritt auf, wenn Schmutz, Öl, Schweiß oder tote Hautzellen die Poren der Haut verstopfen. Die Verstopfung kann komprimiert und dadurch hart werden und so zu Mitessern führen (sog. Blackheads oder Whiteheads). Bakterien, die in den Poren zurückgehalten werden führen zu einer kleinen Infektion, was dazu führt, dass sie sich mit Eiter füllen und die umliegende Haut gereizt reagiert. Dies führt zu Rötung, Schwellung und Schwerz im betroffenen Gebiet. Akne stellt den häufigsten Hautbefund dar und tritt gehäuft in der Pubertät auf, wenn Hormone die Produktion von Ölen und Schweiß stimulieren. Meist ist das Gesicht betroffen, man beobachtet sie jedoch auch im Nacken, auf der Brust, auf dem Rücken, in der Leiste oder auf den Schultern. Es handelt sich nicht um eine schwerwiegende Erkrankung, jedoch kann starke Akne sehr belastend sein und Kratzen kann zu Narbenbildung führen.

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Es gibt viele frei verkäufliche Medikamente, die bei der Behandlung der Akne hilfreich sein können. Diese enthalten für gewöhnlich Benzoylperoxid oder Salicylsäure, Stoffe, die zur Beseitigung der Bakterien beitragen und die Verstopfung der Poren lösen/verhindern. Sollten diese Mittel keine Besserung herbeiführen, so kann von einem Dermatogen eine stärkere Therapie eingeleitet werden um die bestehende Akne zu beseitigen und vor zukünftigen Ausbrüchen zu schützen.

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Bei einem Ekzem kommt es zu stark juckenden, trockenen, roten Hautstellen. Bei manchen Betroffenen erscheinen die Ekzeme rau oder schuppig. Häufig sind Babys oder junge Kinder betroffen, besonders die Backen oder Hautfalten, wie z.B. die Kniekehlen. Bei den meisten Kindern verschwindet das Ekzem mit steigendem Alter, jedoch titt es auch manchmal erst im Erwachsenenalter auf oder bleibt bis dahin bestehen. Ekzeme sollten von einem Arzt diagnostiziert werden, können aber normalerweise zuhause behandelt werden.

Bei den meisten Menschen werden die Ekzeme durch bestimme Auslöser verschlimmert, welche die Haut zum Reagieren bringen. Trockene Luft oder Haut stellen häufig solche Auslöser dar. Daher kann es sehr hilfreich sein, die Haut feucht zu halten und einen Luftbefeuchter zu verwenden. Bei anderen können Reizstoffe oder milde Allergene zu Ekzemen führen. Ekzeme können außerdem durch Stress oder Hormone ausgelöst werden.

Die Behandlung beinhaltet die Vermeidung der auslösenden Umstände und Stoffe, wie reizende Chemikalien oder bestimmte Kleidung. Des Weiteren können lauwarme Duschgänge und die Befeuchtung der Haut hilfreich sein. Sollten die Symptome weiter bestehen könnte ein Dermatologe Steroidcremes oder Phototherapie verschreiben. Hierbei wird UV-Licht eingesetzt, um den Juckreiz zu lindern.

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Insektenstiche,, insbesondere von Moskitos, stellen eine häufige Ursache für juckende Hautbeulen dar. Als weitere Ungeziefer, die stechen oder beißen, wären Bienen, Wespen, Spinnen, Ameisen, Bettwanzen, Milben, Zecken und Flöhe zu nennen. Die Stiche können schmerzvoll, wie bei einem Bienenstich, oder kaum spürbar sein, bis sich eine juckende, rote Beule bildet. Sie können in Form von vielen kleinen, roten Beulen oder einer großen auftreten. Im Zentrum der Behandlung steht die Prävention: bei Aufenthalten im Freien sollten Insektenschutzmittel eingesetzt werden und lange Kleidung, sowie robustes Schuhwerk getragen werden. Zuhause sollten nur die Fenster und Türen geöffnet werden, die mit Insektengittern versehen werden können und Haustiere sollten mit Floh- und Zeckenschutzmitteln behandelt werden.

Für die meisten Stiche und Bisse sind Medikamente zur Erstversorgung erhältlich. Kalte Kompressen oder Eis können den Schmerz und den Juckreiz lindern und Schmerzmedikamente sowie frei verkäufliche Hydrokortison-Cremes können Entlastung bieten. Es ist wichtig zu beachten, dass bestimmte Insektenstiche gefährlich sein können und eventuell Krankheitserreger übertragen. Außerdem reagieren manche Menschen allergisch auf das Gift bestimmter Insekten, insbesondere auf Bienengift, was zu medizinischen Notfällen führen kann. Sollten Sie oder Menschen in Ihrer Umgebung nach einem Stich Symptome wie starke Schmerzen, Schwellungen der Lippen oder des Gesichts, Herzrasen oder Atemprobleme bekommen, kontaktieren sie sofort einen Arzt. Des Weiteren sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn einige Tage oder Wochen nach einem Stich, Symptome wie ein Ausschlag, Gelenkschmerzen oder Fieber auftreten.

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Psoriasis betrifft 2-3% der Bevölkerung, sie führt zu roten, schuppigen Flecken und ggf. zu Juckreiz. Manchmal können diese Flecken außerdem erhaben, rau oder uneben sein. Sie können silbrig wirken, aber auch als kleine, rote Flecken oder in Form von Bläschen auftreten. Diese Ausschläge können überall auf Ihrem Körper auftreten, meist sind jedoch die Ellenbogen, Knie und die Kopfhaut betroffen. Manchmal kommt es außerdem zu schmerzenden, geschwollenen Gelenken. Psoriasis geht mit einer Überreaktion des Immunsystems einher, was dazu führt, dass oberflächliche Hautschichten übersteigertes Wachstum erfahren. Dies hat schuppige, juckende Flecken zur Folge.

Milde Formen können für gewöhnlich mit speziellen Cremes oder Shampoos behandelt werden, wodurch eine Linderung der Symptome erzielt wird. In schwerwiegenderen Fällen können Dermatologen stärkere Medikamente verschreiben, wie z.B. rezeptpflichtige Cremes, orale Medikamente oder Lichttherapie. Es gibt keine Behandlung, die zur Heilung führen würde. Psoriasis kann lästig und manchmal unangenehm sein, jedoch besteht keine Ansteckungsgefahr und die Symptome können meist gut behandelt werden. Arztbesuche sind wichtig, um gesund zu bleiben und die Symptome zu reduzieren.

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Follikulitis tritt auf, wenn Haarfollikel verstopfen oder beschädigt werden, was dann zur Infektion und Reizung führen und mit Juckreiz, Schwellungen und Schmerzen einhergehen kann. Meist ist die Leiste oder die Schambeinregion betroffen, wobei auch jede andere Stelle des Körpers betroffen sein kann, insbesondere die Gesichtshaut da das Rasieren den Eintritt von Bakterien in die Haut erleichtern kann. Sie präsentiert sich in Form eines Ausschlags roter oder weißer Beilen; Infektionen tieferer Hautschichten führen zu großen, roten, entzündlichen und nässenden Klumpen. Die Wunden heilen ggf. langsam und können wiederkehren. Follikulitis wird für gewöhnlich durch eine bakterielle Entzündung hervorgerufen, es können jedoch auch Pilze (z.B. Hefe), Viren oder eingewachsene Haare ursächlich sein.

Follikulitis wird durch Reibung, Rasur oder bestimmte Hautgegebenheiten verursacht, die Sie empfänglicher für Infektionen machen. Sie wird nicht durch mangelnde Hygiene verursacht. Trotzdem kann die Heilung beschleunigt werden, wenn die betroffene Stelle sauber und trocken gehalten wird. Heiße Kompressen können den Schmerz und den Juckreiz lindern und antibakterielle Cremes können hilfreich sein. Sollte dadurch keine Besserung erzielt werden, können größere Befunde von einem Dermatologen drainiert werden und es können Medikamente gegen die Infektion und die Entzündung verschrieben werden.

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Krätze geht mit einem stark juckenden Ausschlag einher, der aus vielen kleinen, roten Wunden oder Beulen besteht, welche manchmal linienförmig auf der Haut angeordnet sind. Der Juckreiz ist stark ausgeprägt und für gewöhnlich bei Nacht stärker wahrgenommen. Krätze kann jede Stelle des Körpers betreffen, jedoch sind meist die Hände und Arme oder Regionen, wo Schmuck oder bestimmte Kleidung (z.B. Gürtellinie) getragen wird, betroffen. In manchen Fällen bildet sich raue, schuppige Haut im Bereich des Ausschlags. Krätze wird durch einen Milbenbefall der Haut verursacht, kleine Schädlinge, die so klein sind, dass sie mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Sie graben sich in die Haut ein, wobei bestimme Proteine oder Geweberückstände dabei eine starke, juckende Entzündungsreaktion der umliegenden Haut hervorrufen. Nach einem Milbenbefall dauert es einige Tage, bis sich der Ausschlag entwickelt.

Krätze ist extrem ansteckend und jeder, der mit Infizierten in Kontakt tritt läuft Gefahr, angesteckt zu werden. Sie kann durch direkten oder indirekten Hautkontakt übertragen werden, wobei es ausreichen kann, wenn Handtücher, Kleidung oder Bettbezüge geteilt werden. Menschen, die in Gruppen zusammenleben, wie z.B. Bewohner von Pflegeheimen oder Studentenwohnheimen, haben ein höheres Risiko, an Krätze zu erkranken.

Wenn Sie befürchten, sich infiziert zu haben, sollten Sie schnellst möglich einen Dermatologen aufsuchen. Es handelt sich um eine weitverbreitete Infektion und nichts, weswegen Sie sich schämen müssten. Ärzte sehen dieses Krankheitsbild ständig und haben Mittel, um die Krätze zu therapieren. Das am weitest verbreitete Medikament zur Behandlung ist eine Creme, die nachts aufgetragen und morgends abgewaschen werden muss. Jeder, der Kontakt zu der Infizierten Person hatte, sollte ebenfalls mitbehandelt werden. Handtücher, Kleidung und Bettwäsche sollte heiß gewaschen und Teppiche gut gesaugt werden. Obwohl die Medikamente gut wirksam sind, kann es bis zu vier Wochen dauern, bis der Ausschlag völlig verschwindet und die Haut ausheilt.

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Aktinische Keratose geht mit kleinen, rauen, unebenen oder erhabenen Hautflecken einher und wird durch eine UV-Schädigung der Haut verursacht. Die Punkte sind zu Beginn sehr klein, können aber mit der Zeit im Durchmesser zunehmen. Sie sind meist rot, können aber auch rosa oder hautfarben sein. Typischerweise werden die Flecken in Regionen gefunden, welche verstärkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, wie z.B. das Gesicht, die Arme und Hände oder eine Glatze. Ältere Menschen haben ein größeres Risiko, eine aktinische Keratose zu entwickeln als junge Menschen, einfach aus dem Grund, weil mit dem Alter mehr Sonnenstunden gesammelt wurden.

Aktinische Keratosen sollten immer von einem Dermatologen abgeklärt werden, da das Risiko besteht, dass sich aus einem solchen Befund Hautkrebs entwickelt. Wenn sie früh bemerkt werden, lassen sich die betroffenen Stellen sicher und einfach entfernen, noch bevor weitere Probleme entstehen. Die beschädigten Hautareale können eingefroren, rausgeschnitten, laserbehandelt, lichtbehandelt oder medikamentös mit bestimmten Cremes entfernt werden. Ihr Dermatologe wird die die Geschwüre befunden und daraufhin entscheiden, was für Sie die beste Behandlungsmethode darstellt.

Hier sind nur ein paar wenige der häufigsten Ursachen, die zur Hautreizung und damit zu einem juckenden, roten oder beuligen Ausschlag führen, aufgelistet. Meist handelt es sich hierbei nicht um schwerwiegende Erkrankungen. Dennoch können Hauterkrankungen ziemlich unangenehm sein und es kann schwerfallen, die auslösenden Faktoren ohne eine ausgiebige Diagnostik zu identifizieren. Hierbei können Dermatologen weiterhelfen, welche außerdem für die angemessene Therapie sorgen und somit unter Umständen schwerwiegende Erkrankungen verhindern können.

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Quellen:

https://firstderm.com/skin-guide/

http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/acne

http://www.niams.nih.gov/health_info/acne/

https://nationaleczema.org/eczema/treatment/

https://www.aad.org/public/skin-hair-nails/injured-skin/bug-bites-and-stings

https://www.psoriasis.org/about-psoriasis

http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/folliculitis

https://www.aad.org/public/diseases/contagious-skin-diseases/scabies

http://www.skincancer.org/skin-cancer-information/actinic-keratosis

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